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DPG-Jahrestagung in Kooperation mit dem Haus Ohrbeck

Gewaltfreier Widerstand in Palästina – Zwischen Verantwortung und Vorurteilung
Dr. Mustafa Bargouthi, Ramallah/Palästina
Salah Al-Khawaja, Ramallah/Palästina
Abir Kopty, Berlin
Dr. Rene´ Wildangel, Berlin
4. bis 6. März 2016

Flyer 2016

An- Rückmeldung

 

 

Avraham Burg zur Situation in Israel - Früherer Knessetsprecher
15.12.2015

Es muss ausgesprochen werden – und zwar laut.  Das Übergewicht/ der Aufstieg  des rechten Flügels  ist nicht  vorübergehend, die Besatzung ist permanent und Israel ist ein Staat mit zwei Regimen: Das eine  Regime ist gut und tut den Juden gut; das andere ist schlecht und diskriminiert Palästinenser. Nun wird es Zeit, dies zu bekämpfen.

Sagen wir, dass alles, wovon  die Verfolger vom rechten Flügel träumen, geschieht. Der Neue Israel Fond (NIF)  hört auf zu existieren, genau wie Breaking the Silence. Gideon Levy und Amira Hass verschwinden. Haaretz  geht denselben Weg wie Davar, Hadashot und Al Hamishmar, all die Zeitungen seligen Angedenkens. Meretz ist dem Untergang geweiht;  der Vorsitzende der Vereinigten Arabischen Liste Ayman Odeh entspricht seinen Kritiken und schweigt, Isaac Herzog und seine Labor-Partei halten  ihr geschwätziges Schweigen und Reuven Rivlin, unser Präsident  hat keine Meinung mehr. Das messianische Zeitalter tatsächlich.

Von der Morgendämmerung bis kurz vor Mitternacht werden wir eine mannigfaltige ideologische  Bandbreite : die sich von Erel Segal, Irit Linur, Hagai Segal, Sheldon Adelson und Baruch Marzel  bis Arieh Eldad, Yoaz Hendel und Israel Harel hinzieht, zu hören bekommen. Keiner wird sie daran hindern, Israel in einen Pariah-Staat umzuwandeln und dass man sich pikanterweise  verfolgt und  erbärmlich fühlt,weil diese demokratisch und gesetzestreue fremde Welt uns  verstoßen wird

Sehr geehrter Leser, dies ist  kein weit hergeholter Alptraum eines  verfolgten Linken. Dies ist das aktive Ideal vieler  Führer und Vertreter der Rechten, vielleicht gar der Mehrheit von ihnen. Und ich sage: Gehen wir. Es ist wichtig, dass dies geschieht. Wir dürfen Ihnen nicht im Weg stehen..  Genau das Gegenteil, Sie haben unsern Segen, gehen Sie voran und geben Sie  ihm alles. Sie sind  in der Regierung, Sie sind die Regierung, macht Sie mit ihr, was Sie wollen. Und eines Tages  werden wir uns vielleicht wieder treffen  - in einer  Wahlkabine  -Falls dann noch so etwa existiert.)

Viele Jahre lang konnte die Rechte tun, was sie auch immer wollte: Volksaufruhr in den besetzten Gebieten, annektieren und unterdrücken, weil die törichte Linke das alles kosher gemacht hat.  Als sie auf den Hügelkuppen Siedlungen bauten, Land stahlen und  die ursprünglichen Bewohner ihres Landes enterbten, reisten wir durch die Welt und  beschwichtigten unsere Unterstützer  und uns selbst. „Es ist nur vorübergehend,“ versprachen wir. „ Es wird  bald  etwas geschehen“ Hillary Clinton wird kommen und John Kerry wird zurückkehren, Barak Obama wird eine Rede halten und Benjamin Netanjahu wird an der Bar-Ilan Universität sein.

Und so  wird die Rhetorik der „Zwei Staaten“  in der Welt der Wörter siegreich sein , in der Welt der Taten jedoch das Eroberungsrecht herrschen  und nach mehr hungert  Der Skorpion will den Frosch töten, der ihn über den See trägt.

Die Zeit ist für alle Prinzen der Linken  und alle ihre Frösche  gekommen, um anzuhalten und ihren Dienst der rechtsflügeligen  Einrichtung der Selbstzerstörung zu geben, die im heutigen Israel auf vollen Touren läuft. Wir müssen offen und einstimmig zugeben: Das Übergewicht der Rechten ist nicht vorübergehend, die Besatzung ist  permanent und Israel ist ein Staat mit zwei Regimen: das eine ist gut und tut den Juden gut, das andere  ist schlecht und böse und diskriminiert die Palästinenser. Ab hier geht der Kampf nicht um Friedenswahnvorstellungen, die gleich um die Ecke sind, noch um  das Schaffen einer illusorischen Realität, nach der uns jede Minute – so aus dem Nichts – ein Trennungsabkommen erscheinen  und uns erlösen wird.  Dies wird eine Kampf auf Leben und Tod zwischen einem schlechten  Ein-Staat-Regime und einem Staat, zum Wohle beider Völker.

Die israelische Linke (deren Existenz zweifelhaft ist) muss sagen, ohne zimperlich zu sein: Es reicht uns, ein kleines Feigenblatt für eure große Nacktheit zu sein. Sehen wir mal, was ihr  ohne unsern Schutz macht, wenn ihr in die Welt hinaus geht. Lasst uns sehen, wie ihr wieder  prahlt  die „ einzige Demokratie im Nahen Osten“ zu sein. Eine Demokratie mit einer Stimme, einer ethnischen Gruppe, einer Religion, einen, Ministerpräsidenten und einer öffentlichen Meinung. Es gibt tatsächlich Modelle dieser Art in der Welt: Nordkorea zum Beispiel  und die internationale Haltung dazu  Sie allein sindd verantwortlich und Sie allein werdet die Konsequenzen tragen.

Es muss zur selben schlappen Linken gesagt werden:“„Beginne Sie jetzt nicht mit leeren Behauptungen von „Verantwortlichkeit“ und „Wie dürfen den Staat jetzt nicht verlassen“ und all den andern Dingen, die damit enden, dass man rund um den Kabinett-Tisch sitzt. Israels rücksichtslose-Politik fordert zwei Dinge, die sie nicht haben. Das erste ist, eine vollständige Alternative anzubieten und dafür mit Händen und Füßen zu kämpfen. Das zweite ist,  das Reifen  und  die Vollendung von Prozessen zu erlauben.. Keiner  ernennt Sie zu  Rettern des d Rechts. Lassen Sie den Bibi-ismus seinen Weg laufen und er wird auf sein eigenes Abkommen fallen. Er wird in ihre Hände fallen, aber nur dann wenn Sie  eine  würdige  Alternative bereit halten.

Jeder muss das Offensichtliche anerkennen. Ein kalter (bis jetzt) ziviler Krieg wütet  in Israel zwischen Im Tirtzu und  Breaking the Silence. Das erstere ist an der Macht  und trotz ihres Gewimmern sind sie die Macht in ihrer schlimmsten Form.  Um diese zu besiegen muss Breaking the Silence eine große politische Bewegung werden, die über die schreckliche  „Micro“ von Hebrons Shuhada-Straße hinaus geht, um  das Schweigen rund um den israelischen Betrug  vollkommen zu brechen. Die israelische Demokratie ist im Begriff zu sterben. In ihrem augenblicklichen  Zustand ist sie die einzige halbe-Demokratie im Nahen Osten.

Und das ist nicht genug. Ob wir nun schweigen oder nicht, ob wir wollen oder nicht, diese Tage sind schon da. Die  Zeit ist gekommen, um für eine säkulare Demokratie zu kämpfen, die all ihre Bürgern  betrifft, in der  Staat und Religion getrennt sind und deren öffentliche  Ressourcen fair  und transparent verteilt werden und  völlige rechtliche Gleichheit zwischen Männern und Frauen , zwischen Mehrheit und Minderheit, zwischen religiösen und säkularen herrscht, eine Gesellschaft, die den Frieden liebt, großzügig  ist und nicht besetzt noch annektiert.

(dt. Inga Gelsdorf und  Ellen Rohlfs)

 
Bewusste Irreführung?
Die Vorschau auf das ZDF-Weihnachtskonzert aus Bethlehem, das am 24.12.2015 gesendet werden soll, ist nicht nur irreführend, sondern völkerrechtlich inkorrekt:
Bethlehem liegt in Palästina und nicht in Israel

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Palästina-Journal Ausgabe Nr 10 - 2015

Liebe Leserin, lieber Leser!
Während wir die Ausgabe des vorliegenden Palästina Journals zum Schwerpunkt "Jerusalem" vorbereitet haben, gab es immer mehr Anzeichen auf eine neue Intifada. Deshalb haben wir diese neuen Entwicklungen mitberücksichtigen. Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, ein neues, informatives Journal zusammengestellt zu haben.

Palästina-Journal Ausgabe Nr 10 - 2015 als PDF

EU: Besetzte Palästinensische Gebiete gehören nicht zum israelischen Staatsgebiet

Die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V fordert die Bundesregierung auf, endlich rechtsverbindlich die Kennzeichnung von Produkten aus israelischen Siedlungen im Besetzten Palästina durchzusetzen. Es ist überfällig, dass die Bundesregierung geltendes EU-Recht in nationales Recht umsetzt, statt sich der Israel-Lobby zu beugen und ihre schützende Hand über die israelische Regierung ausbreitet.

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Presseerklärung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.
Palästinensische Jugendliche, die unter israelischer Besatzung aufgewachsen sind, haben die brutale Gewalt der israelischen Armee und die vielfältigen Übergriffe der Siedler von Kindesbeinen an erlebt. Selbst wer friedlich demonstriert, wird von Israel des „gewaltfreien Terrorismus“ bezichtigt. Täglich werden Schülerinnen und Schüler Augenzeugen, wie Soldaten ihre Eltern erniedrigen. Auf ihrem Schulweg an den Checkpoints erleben sie Willkür und Gewalt. Seit 48 Jahren dauern die menschenrechts- und völkerrechtswidrige Besatzung und Enteignung an. Wer sich über die zunehmende Gewalt unter palästinensischen Jugendlichen empört, sollte zunächst daran erinnert werden, dass Israel mit seiner anhaltenden Besatzungs- und Annexionspolitik eine brutale strukturelle Gewalt ausübt. Die israelischen Professoren Omri  Boehm und Moshe Zuckermann nennen dies Staatsterrorismus.

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Augenzeugenbericht - Ethnische Säuberung und Vertreibung - Oktober 2015

Ein Bauernhof wurde sieben Mal von israelischen Soldaten zerstört. Schafe und Ziegen wurden vergiftet und sogar in "Haft" genommen.

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Zwischen Doppelmoral und Lebenslügen

Anmerkungen zum deutsch-israelischen Verhältnis anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen

 

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Eine Dokumentation zur (unrühmlichen) Rolle der EU im Nahost-Konflik

(Titel: "Milliarden für den Stillstand. Die Rolle der EU im Nahost-Konflikt").

Hier der Film-Link zur arte-Website:
http://www.arte.tv/guide/de/055180-000/milliarden-fuer-den-stillstand

Botschafterin empfängt Vorstand der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft

Botschafterin Dr. Daibes empfing am 2. Juli 2015 Den Vorstand der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft (DPG) in Berlin. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Aktivitäten der DPG und es wurden Möglichkeiten einer Zusammenarbeit diskutiert.

Botschafterin Dr. Daibes informierte über die aktuellen Entwicklungen. An dem Treffen nahmen Frau Gisela Siebourg, Raif Hussein und Nazih Musharbash (alle DPG) sowie Frau Dr. Sara Husseini für die Palästinensische Mission teil.


 

Palästinensischer Schüleraustausch

Herzlich empfangen sind 12 palästinensische Schülerinnen und Schüler aus Beit Sahour von Schülern, Lehrern und Gasteltern aus Osnabrück am Flughafen FMO empfangen worden. Vom 25. Juni bis zum 9. Juli werden sie an einem Schüleraustausch teilnehmen, der auf Vermittlung der DPG-Regionalgruppe Osnabrück in der Erich Maria Remarque Realschule durchgeführt wird.


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